Mitgliederversammlung des Internationalen Reptilleder-Verbands (IRV) tagte in Offenbach – neuer Vorstand gewählt
Am 27. April fand die turnusmäßige Mitgliederversammlung des Internationalen Reptilleder-Verbands e.V. (IRV) in den Räumlichkeiten der IHK Offenbach statt. Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde Manfred Junkert einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Der 66-Jährige wird das Amt ab sofort für einen Zeitraum von zwei Jahren bekleiden. Neu in den IRV Vorstand wurde Manuel Hug (Di-Modell) gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Ulrich Fröhlich (Graf Uhrarmbänder) und Josef Lutz (Eulit).
Torben Schütz, seit 1. Februar 2026 Geschäftsführer des IRV, hob die Bedeutung des IRV Systems heraus: „Unser gemeinsames Anliegen – die Sicherstellung eines verantwortungsvollen, transparenten und rechtskonformen Handelns mit Reptillederwaren im Einklang mit dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen – ist heute in Zeiten einer unkontrollierbaren Produktschwemme aus Asien und des Onlinehandels wichtiger denn je.“
Zum IRV gehören aktuell 34 Mitgliedsunternehmen, darunter Lederlieferanten und Lederwarenhersteller sowie Lederverarbeiter und sich anschließende Häutehändler. Seit mehr als 50 Jahren engagiert sich der Internationale Reptilleder-Verband e.V. (IRV) mit Sitz in Offenbach aktiv für den Artenschutz bedrohter Tierarten. Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftigte sich der Verband mit Lösungsansätzen für eine im Sinne des Artenschutzes effiziente Kennzeichnungsmethode. Die vom IRV entwickelte Artenschutzfahne hat sich als Kennzeichnungssystem für Reptillederwaren etabliert. Seit 1987 wird die Artenschutzfahne als Legalitätsnachweis für artenschutzrechtlich einwandfreie Ware anerkannt und hat sich als verlässliche Alternative zur CITES Nachweisregelung in der Praxis bewährt. So konnte erreicht werden, dass Wilderei weitgehend durch ein Bestandsmanagement der Reptilarten durch Ranching (kontrollierte Entnahme aus einem bestimmten Areal) oder Farming (gezielte Zucht) ersetzt wurde. Im Gegensatz zu anderen bedrohten Tier- oder Pflanzenarten haben sich die Reptil-Bestände trotz bzw. wegen der kommerziellen Nutzung mit Ausnahmen von wenigen Arten weltweit erholt.
Bildunterschrift von links nach rechts und unten nach oben:
Torben Schütz, Manuel Hug, Manfred Junkert, Ulrich Föhlich.

